Was kann ich als Mutter machen wenn mein Kind ständig schreit?
Als Mutter dreier Söhne zwischen 1 und 5 Jahren liegt es praktisch an der Tagesordnung, dass immer einer der Kinder schreit. Ob es nun daran liegt, dass der eine zum Frühstück keine Chips bekommt, oder der andere seine
Zähne nicht putzen will und der dritte keine Lust hat in den Kindergarten zu gehen und deshalb seinen Unmut lauthals herausschreit! Manchmal würde ich am liebsten wegrennen. Dass mein Mann und ich noch einen Hörschaden, durch die permanente Frust-Beschallung unserer Söhne haben, grenzt schon beinahe an ein Wunder. Es ist natürlich nahe liegend, sich die Frage zu stellen, warum die Kinder ständig schreien, um ihren Willen durchzusetzen. Dabei können sie sich eigentlich schon ziemlich gut artikulieren, wenn ich das mal behaupten darf. In vielen Elternratgebern steht ja immer, dass Kinder ihre Emotionen noch nicht so gut unter Kontrolle bringen können und deshalb schreien Kindern nun mal. Und wenn sie nun etwas wollen, was wir Eltern in dem Moment aber nicht wollen, wissen sich die Kinder oft nicht anders zu helfen, als mit Tränen und Geschrei.
Oft klappt es ja dann auch. Man muss eben nur so lange schreien, bis es Mama und Papa zu viel wird. In 50% der Fälle hat man Glück und man bekommt seinen Willen. In den anderen 50 % wird man eben ins Kinderzimmer geschickt (oder auf die stille Treppe) und darf erst wieder kommen, wenn man sich beruhigt hat. Einen Versuch ist es also allemal wert. was aber kann man machen, um das schreien der kinder, nicht zu unterdrücken, aber zu kontrollieren?
Als Mutter rat ich dazu, nicht gleich nachzugeben. Eltern sollten konsequent an einem Strang ziehen. Sind sich Eltern nicht einig, kann es für das Kind verwirrend sein. Und nicht selten, dass es auf die Idee kommt Mama und Papa gegeneinander auszuspielen. Ein Kind lernt schnell. Wenn es jedes Mal die gleiche Reaktion auf sein Anliegen (in Schreiformat) erfährt, wird es vermutlich eher eine andere Taktik entwickeln (im Glücksfall eine ruhigere), als wenn es jedes Dritte mal doch bekommt was es will. Das frustriert im Endeffekt nur die Eltern, die letztendlich nachgeben, um die Ohren zu schonen. Natürlich bringt reden und erklären oft nicht viel, während das Kind schreit. Man versteht sein eigenes Wort kaum. Sobald sich das Kind beruhigt hat (ohne, dass man es mit Bonbons friedlich gestimmt hat), sollte man aber in Ruhe erklären, warum Mama/Papa sein(en) Wunsch / Anliegen /Bedürfnis (welcher Art auch immer) gerade nicht erfüllen können. Einen Versuch ist es allemal wert!
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